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Die Darm- Hirn- Achse

Die Darm-Hirn-Achse ist die direkte Kommunikationsverbindung zwischen dem Darm und dem Gehirn. Über Nervenbahnen, biochemische Signale und die Darmflora stehen diese beiden Systeme in ständigem Austausch. Dieses Netzwerk spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Emotionen, Verhalten und Stressreaktionen – auch bei Hunden.

Wie funktioniert die Darm-Hirn-Achse?

1. Nerven Verbindung:

Der Vagusnerv (Parasympathikus) ist die Hauptverbindung zwischen dem Darm und dem Gehirn. Er transportiert Informationen über den Zustand des Darms und kann Stresssignale direkt ins Gehirn weiterleiten.

2. Neurotransmitter-Produktion:

Im Darm werden etwa 90 % des Serotonins (Glückshormon) produziert, das für die Regulierung von Stimmung und Angst- und Aggressionsempfinden zuständig ist. Eine gestörte Darmflora kann die Serotoninproduktion negativ beeinflussen.

3. Entzündungsprozesse:

Eine unausgewogene Darmflora (Dysbiose) kann zu chronischen Entzündungen führen, die wiederum die Kommunikation mit dem Gehirn beeinträchtigen. Dies kann sich auf die Stressresistenz und das Angstverhalten auswirken.

4. Mikrobiota (Darmflora):

Die Billionen von Mikroorganismen im Darm beeinflussen die Produktion von Hormonen und Botenstoffen. Eine gesunde Darmflora ist daher essenziell, um emotionale Stabilität und ein ausgeglichenes Verhalten zu fördern.

 

Warum hängen Aggression, Angst und Darmgesundheit zusammen?

Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät – sei es durch Stress, falsche Ernährung, Medikamente (z. B. Antibiotika) oder andere Belastungen – kann das Gehirn ebenfalls aus dem Takt geraten. Die Folgen können sein:

Erhöhte Stressanfälligkeit: Ein gestörter Darm erhöht die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol.

Verminderte Serotoninproduktion: Ein unausgeglichener Darm kann die Produktion dieses wichtigen Botenstoffs reduzieren, was Ängstlichkeit und Aggression verstärken kann.

Überempfindlichkeit: Hunde mit einer beeinträchtigten Darm-Hirn-Achse reagieren oft überempfindlich auf äußere Reize, da das Stresssystem überaktiv ist.