Traditionelle chinesische (vet.) Medizin (TCM/TCVM)

Die traditionelle chinesische Medizin ist eine Jahrtausende alte Philosophie und Methode krankhafte Zustände durch verschiedene Techniken zu beseitigen. 700 v. Chr. wurden in dem „Buch der Wandlungen“ zum ersten Mal Yin und Yang erwähnt.
Völlig wertungsfrei beschreiben diese Gegensätze eine Dualität die einander bedingt. Nach Auffassung der chinesischen Philosophie lassen sich sämtliche Zustände, die die Natur und auch das Leben betrifft, erklären.
Schlussendlich geht es bei Allem darum, dass sich die Dualität im Einklang befindet. Ist das nicht der Fall, entstehen Ungleichgewichte und Krankheiten.

Beispiel: Stress. Stress bedeutet Anspannung, die auch wieder entspannen sollte. Geschieht dies nicht, entsteht Einseitigkeit, infolgedessen ein Ungleichgewicht und ein Beschwerdebild das sich vielfältig darstellen kann (z.B. Bluthochdruck, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, Muskelverspannungen usw.).
Somit sind auch Mensch und Tier nicht im Wesentlichen voneinander zu unterscheiden. Für den Hund und auch jedes andere Lebewesen gilt Selbiges – Ungleichgewicht führt dauerhaft zu Krankheit. Hinzu kommt, dass wir zwar alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren, aber jedes Individuum auch einer individuellen sog. Konstitution entspricht, die bei der Ernährung und auch bei der Behandlung berücksichtigt werden sollte.

Die traditionelle chinesische Medizin steht auf mehreren Säulen:

    • Behandlung von Akupunktur – Punkten mittels Nadeln, Laser, Moxa (Wärme)

Den Körper von sowohl Mensch, Hund, Katze und Pferd durchziehen 14 sogenannte Meridiane.
Das sind Energieleitbahnen die u. A. verschiedenen Organen zugeordnet sind. Auf ihnen liegen insgesamt 361 klassische Akupunkturpunkte. Kommt es zu einem Krankheitszustand, können je nach Beschwerdebild die Punkte stimuliert, sediert und auch Stauungen gelöst werden. Das funktioniert klassisch mit Nadeln über die Akupunktur, über die Moxa-therapie (indem die Punkte durch spezielle Verfahren erwärmt werden), mit dem Akupunkturlaser oder mit einem speziellen Detektor und dem Bioresonanzgerät von Rayonex Biomedical.

Für die Arbeit am Tier entscheide ich mich gern für die Arbeit mit dem Akupunkturlaser und dem Bioresonanzgerät. Die Behandlungsmöglichkeiten sind unfassbar vielfältig, sehr gut mit der TCM zu kombinieren und dazu sind die Behandlungen schmerzfrei und es gibt kein Verletzungsrisiko für Tiere die Nadeln nicht tolerieren. Klassische Akupunktur ist natürlich trotzdem auch möglich.

    • Phytotherapie (pflanzliche Heilmittel)

Phytotherapie ist eine alternative Therapieform die in der TC(V)M ein wichtiger Bestandteil ist aber auch weltweit von vielen anderen Kulturen (u.A. bei uns in der westlichen Medizin) erfolgreich genutzt wird. Die Phytotherapie bedient sich an der Wirksamkeit von Kräutern, Pflanzen und deren Bestandteile. Sie kann als alleinige Therapie angewendet werden, je nach Beschwerdebild aber auch ergänzend zur Schulmedizin. Die Verordnung von Phytotherapeutika sollte durch einen fachkundigen Behandler erfolgen, da es auch hier Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten geben kann.

YIN und YANG

Die Beschreibung des Gleichgewichts zweier Gegensätze oder Eigenschaften die einander bedingen

Auf den Körper übertragen steht dabei

YIN

für: KÖRPERSÄFTE UND KÖRPERMASSE 

und  YANG

für: KÖRPERWÄRME UND KÖRPERKRAFT

Neben der Grundlage von Yin und Yang ist auch die Lehre der 5 Elemente ein wichtiger Bestandteil der Philosophie und der Ernährung nach der TCM.

Diese 5 Elemente stehen in einem gegenseitigen Wechselverhältnis zueinander und sollten im Gleichgewicht sein, um eine optimale Gesundheit zu gewährleisten.

In der TCM werden Krankheiten und Ungleichgewichte auf Störungen oder Disharmonien in diesem System zurückgeführt.

Die 5 Elemente

Feuer

Nicht nur in unserem westlichen Denken ist die Intelligenz dem Gehirn zugeordnet. Das Bewusstsein und die Bewusstseinsprozesse werden in der TCM dem Feuerelement zugeschrieben, dem das Gehirn, der Dünndarm und vor allem auch das Herz zugeordnet sind. Ebenso gehören ganz klassisch die Blutzirkulation und der Zustand der Blutgefäße dazu.

Die Intelligenz und die Konzentrationsfähigkeit hängen ebenfalls vom Feuerelement ab und auch von der Nährstoffversorgung über die Nahrung. Der Dünndarm ist nämlich verantwortlich für die Nährstoffaufnahme.

Holz

Das Holzelement zeigt am leichtesten, was passiert wenn Yin und Yang nicht im Einklang funktionieren. Wenn es mehr Anspannung als Entspannung gibt. Das Holz ist für den Fluss des “Qi” (Energie) verantwortlich Leber, Galle und auch die weiblichen Geschlechtsorgane sind dem Holzelement zugeordnet. Die Kraft der Organe ist groß – aber bei Stress, zu viel Anspannung oder Zorn neigt das Holz zur Stagnation die sich dann z.B. als einseitige muskuläre Verspannung zeigt.

Wasser

Das Leben beginnt aus Sicht der TCM im Wasserelement. Es steht für die Urkraft und bildet die Essenz (Jing), also die Lebenskraft die allem Leben mitgegeben wird.

An der Essenz selbst ist nichts mehr zu ändern. Sie kann aber natürlich durch den Lebensstil gestärkt oder geschwächt werden.

Das Wasser ist verantwortlich für die Feinfühligkeit, Intuition und die Willenskraft. Kälte und Angst schädigen das Wasserelement. Geistige und körperliche Entwicklung hängen von der Kraft der Niere ab. Die Nieren sind auch mit den Ohren in Verbindung zu bringen.

Metall

Zusammen mit dem Erdelement, ist das Metallelement für die Erzeugung des “Qi” (körpereigene Energie) zuständig. Das Qi wird aus der Atemluft und der Nahrungsenergie erzeugt.

Das Metallelement ist das Zentrum der Abwehr. Ein gesunder Darm und eine gesunde Lunge sind wichtig für unser Immunsystem. Schwachstellen werden auch oft über die Haut gezeigt.

Erde

Auf den Körper übertragen ist das Erdelement die Mitte. Es repräsentiert das Zentrum, welches dazu da ist (neben der Lunge), aus der Nahrung “Qi” (Energie) zu erzeugen. Störungen im Erdelement haben vielerlei Folgen sowohl körperlicher als auch seelischer Natur. Besonders über die Nahrung könnt ihr eure Mitte und die des Hundes stärken, aber auch schwächen.